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2010 der erste Schritt in eine neue Dekade & Einladung

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Und was haben wir uns nicht alles vorgenommen. Die Fehler aus dem letzten Jahr wollen wir natürlich in diesem Jahr überhaupt nicht mehr wiederholen. 2010 wird überhaupt das entscheidende Jahr, wer es aus dem letzten Jahr 2009 überhaupt hier her geschafft hat na aus dem muss ja was werden ... immerhin Karstadt, Quelle, Woolworth, Schiesser, Märklin, Rosenthal, Qimonda oder Karmann gingen im letzten Jahr in die Insolvenz, die haben es schon einmal nicht geschafft.

Creditreform lieferte auch gleich die passende Statistik dazu: 2009 ein Anstieg der Insolvenzen um 16% auf über 34 000 Fälle in Deutschland. Interessant, der Anteil an Großunternehmen (Umsatz > 50 Mio€) hatte sich dabei im Vergleich zum Vorjahr 2008 verdreifacht! Aber das Handelsblatt hatte auch sofort eine Erklärung als es urteilte: "... Während manche Unternehmen unverschuldet in die Insolvenz schlitterten, legte die Krise bei anderen schwere Managementfehler der Jahre zuvor offen. ..."

Da haben wir es: unverschuldet in die Krise und das diese Managementfehler uns jetzt auf die Füße fallen, daran ist eben auch die Krise schuld. Aber seien wir mal ehrlich, da sind doch Menschen (Entscheider, Manager, Teamleiter und Mitarbeiter) am Werk die arbeiten, verantworten und handeln teilweise seit Jahrzehnten in diesen Unternehmen, vom Alter und der Erfahrung der Unternehmen ganz zu schweigen, Schiesser gab es seit 1875, den Porzellanhersteller Rosenthal seit 1879 und die Traditionsfirma Märklin eröffnete im 150. Firmenjahr ihres Bestehens die Insolvenz...  Also bitte schön, was läuft da falsch, die können doch nicht alle über 100 Jahre pures Glück gehabt haben und *peng* Krise und zack 150 Jahre gehen den Bach runter...

Ich glaube auch nicht das dem so ist. Ich bin davon überzeugt hier wurde fleißig gearbeitet, jahrzehntelang optimiert, innoviert und permanent, sozusagen nach KVP, Wertstromanalyse, Balanced Scorecards, Strategy Map's, Six Sigma und Wissensbilanzierung das Beste getan. Und trotzdem das neue Jahr war noch nicht ganz sieben Tage alt da hatten wir schon unser nächstes Desaster, über 30 Mio. Menschen konnten auf einmal ihre ec- karten nicht mehr zum Geld abheben benutzen. Also ich bitte sie wozu soll man die Dinger noch benutzen, zum Eis-kratzen sind die etwas zu klein... (;-))

Die eigentliche Ursache liegt wesentlich tiefer. In den letzten einhundert Jahren haben wir uns ein Welt erschaffen die immer komplizierter und komplexer geworden ist. Allein die Veränderungen haben derart an Geschwindigkeit zugenommen das es uns schlicht und einfach als Einzelperson (oder Manager) ganz einfach unmöglich ist die sich immer weiter voranschreitenden Verknüpfungen von Ursachen und Wirkungen zu durchschauen, geschweige denn diese nachzuvollziehen und in unsere Entscheidungsfindung einfließen zu lassen. Wir sind scheinbar die Opfer von etwas was wir nicht mehr verstehen... Also tun wir das was wir am besten können, wir suchen den Fehler oder das Problem und dies mit aller Kraft und den besten Absichten und Einstellungen. Das Ergebnis: es ändert sich scheinbar nichts, auch 2009 scheiterte der Klima Gipfel "dramatisch" kläglich... O.K. dann war dies noch nicht der "richtige" Fehler "treiben wir also die nächste Sau durch's Dorf"... Mhh irgendwie kommen wir da so scheinbar nicht weiter?!

Wie läuft das denn in der Natur? Immerhin gibts die schon etwas länger und ich glaube die haben da auch keine Bürokratie. He super da läufts und das seit Millionen von Jahren. Ich glaube der entscheidende Umstand ist das es in der Natur einen echten Wettbewerb um die beste Leistung, den niedrigsten Energieverbrauch und die effizienteste Ernährungsstrategie u.v.a. gibt was bei uns in unseren gesellschaftlichen, sozialen und wirtschaftlichen Systemen tatsächlich schon manchmal sehr daneben geht... Wie sie arbeiten auch mit Window's, mit Budget's und ihre Firma schrumpfte im vergangenen Jahr ebenfalls bei Personal und Umsatz...

Was also tun? Erstens sind wir glaube ich auch ein Bestandteil der Natur und können von ihr lernen. Wenn also Ausgang's des 19. Jahrhunderts Bürokratie in Gesellschaft und Unternehmen die glorreiche Erfindung war so kann es doch durchaus so sein das sie das heute nicht mehr ist oder? Wenn wir in den letzten 60 Jahren so enorme Fortschritte in sozialer Gleichstellung von Frau und Mann, im Bildungswesen und in der Organisation unserer Arbeitsprozesse gemacht haben warum nutzen wir diese dann nicht ebenso konsequent? Wir leben in äußerst komplexen Systemen und begegnen diesen mit einem Denken, Handeln und Planen welches sich noch auf dem Niveau des 19. Jahrhunderts befindet. Was wir benötigen ist eine Sicht auf das verwobene Ganze, nicht auf Einzelerscheinungen und die die am lautesten schreien. Die Intelligenz und die Power für die Lösung egal welcher Problematik wir uns auch gegenüber sehen steckt bereits in diesen Systemen selbst und es ist "nur" unsere Aufgabe diese dort heraus zu befördern und zwar auf die Entscheidungsebene.

Wie geht das? Ich denke der Schlüssel dazu ist vernetztes denken, systemisches denken und handeln und zwar auf der Basis eines ganz breiten Wissens welches sich daran beteiligen muss. So läuft es seit Millionen von Jahren in der Natur, nicht auf Basis von künstlichen Hierarchien, Budgets, Bürokratie sonder auf Basis offener Innovationen, breitester Beteiligung aller Menschen (Familie, Nachbar, Kunde, Partner, Mitbewerber...) ausgerichtet auf eine Weiterentwicklung unserer Prozesse, Strukturen, Gesellschaft und Lebensräume.

Wir verfügen bereits heute über das Wissen, die Methodik, erste wissenschaftliche Ansätze und (Denk-)Werkzeuge die uns Menschen (Entscheider) privat wie beruflich die Lösungen liefern welche wir für die neue Dekade und die Zukunft danach benötigen. Seien sie / wir uns also dieser Verantwortung bewusst, wenn wir das verhauen werden wir genau so von der Natur aussortiert wie die Dino's und das haben wir ja nun wirklich nicht verdient oder ?! Kümmern wir uns also 2010 verstärkt um die Themen Management-Innovation, die Verbesserung unserer Arbeitsprozesse und wie wir Wissen teilen, nutzen wir intelligentere, auf dem Open Innovation und Open Source Prinzip basierenden, Geschäftsmodelle, nutzen wir echte Innovationen aus dem Bereich des Lernens und die modernsten Kommunikationsmethodiken und Technologien und stellen wir dabei die Menschen und ihren kollektiven Intellekt in den Mittelpunkt!

Mehr zur praktischen Anwendung dieser, hier etwas humorvoll angedeuteten Zusammenhänge, finden Sie unter Strategie / vernetztes denken unter www.Management-Innovator. DE und gerne auch auf meinem nächsten Workshop Ende Januar 2010: siehe hier In diesem Sinne Ihnen einen erfolgreichen Start in das Neue Jahr 2010, Ihr Frank Arndt

 

 
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